

Lexikon: I
Impedanz, das Maß der zwei Größen

Die Impedanz: Bei weniger auf der einen Seite wird mehr Leistung auf der anderen benötigt.
Die Impedanz ist ein Maß für den Widerstand, den ein elektrisches Bauteil dem Wechselstromfluss entgegensetzt. Sie wird in Ohm angegeben und berücksichtigt sowohl den Ohmschen Wirkwiderstand als auch den frequenzabhängigen Blindwiderstand (durch Induktivität und Kapazität) des Geräts. Diese Größen sind wichtig, da sie die Fähigkeit des Geräts beeinflussen, elektrische Signalschwingungen zu übertragen und zu verarbeiten.
Die Impedanz ist ein wichtiger Faktor bei der Übertragung von Wechselstrom- und Audiosignalen sowie bei der Auslegung von Audio-Verstärkern. Sie beeinflusst maßgeblich die Leistungsabgabe an Lautsprechern und Kopfhörern, da sie den Stromfluss bei unterschiedlichen Frequenzen bestimmt.
Um den Impedanzverlauf zu analysieren, wird die Impedanz des Geräts über die Frequenz in einem sogenannten Impedanzdiagramm gemessen und dargestellt. Dieses Diagramm zeigt, wie sich der Widerstand bei verschiedenen Frequenzen verändert und ermöglicht es, die optimalen Betriebsbedingungen und Trennfrequenzen für das Gerät festzulegen.
Die Impedanz ist bei Lautsprechern, Kopfhörern oder Bodyshakern wichtig, da sie das Zusammenspiel mit dem Verstärker beeinflusst. Ein Lautsprecher mit einer hohen Impedanz zieht bei gleicher Spannung weniger Strom vom Verstärker. Im Fall einer niedrigen Impedanz verbrät der Lautsprecher mehr Strom, weshalb der Verstärker stromfest sein muss, um diese höhere elektrische Leistung stabil zu liefern und nicht zu überhitzen. Dass Lautsprecher mit niedriger Impedanz pauschal lauter spielen, ist theoretisch ein Trugschluss, da die tatsächliche Lautstärke vor allem vom Wirkungsgrad (Kennschalldruck) abhängt – auch im Klangbild spiegelt sich die Nennimpedanz allein nicht direkt wider.















