

Aramid

Eine gelbe Aramid-Membrane. Andere Farben oder Beschichtungen sind problemlos möglich.
Lautsprechermembranen werden aus unterschiedlichsten Werkstoffen gefertigt. Aramidfasern – im Sprachgebrauch häufig unter dem Brandnamen Kevlar bekannt – überzeugen im Mittelton- und Bassbereich durch hervorragende mechanische Eigenschaften gegenüber herkömmlichen Papiermembranen. Bei dem Werkstoff handelt es sich um eine hochfeste synthetische Faser (para-Aramid), die bereits 1965 entwickelt wurde.
Aufgrund ihrer extrem hohen Zugfestigkeit, Biegesteifigkeit und des geringen Eigengewichts eignen sich Aramidfasern ideal für Lautsprechermembranen. Sie verformen sich selbst bei hohen Auslenkungen kaum (hohe Partialschwingungsfestigkeit), was zu einer sehr präzisen und verzerrungsarmen Klangwiedergabe führt.
Wichtige Eigenschaft für die Praxis: Reines Aramid ist empfindlich gegenüber direkter UV-Strahlung, weshalb Membranen für den Kfz- oder Außenbereich häufig mit einer speziellen Schutzschicht versehen oder eingefärbt werden. Richtig verarbeitet und geschützt zeigt sich das Material extrem langlebig und mechanisch belastbar
Aramidfasern in Bass und Mitteltöner für die unterschiedlichsten Lautsprecher
Häufig werden Aramid-Membranen in Lautsprechern für den Tiefmittelton- und Bassbereich eingesetzt. Dazu gehören Subwoofer, Centerboxen, Einbaulautsprecher, Standboxen, Kompaktboxen und Regalboxen. Auch mobile Wireless- und Bluetooth-Speaker nutzen Membranen aus diesem Verbundwerkstoff.
Für HiFi-Tüftler und Selbstbauer sind Aramid-Membranen sowohl in Komplett-Bausätzen als auch als Ersatzteile für Reparaturen oder für den passgenauen Einbau in Fahrzeugen und Wandkonstruktionen im Handel erhältlich.















